Laufjahr 2025: Zwischen Major-Medaille, Watt, Wahnsinn und Zwangspause
Transparenzhinweis:
Dieser Beitrag kann Verlinkungen zu Marken, Unternehmen oder Anbietern enthalten. Es handelt sich um einen redaktionellen Beitrag, der trotz Verlinkungen freiwillig und ohne Aufforderung erstellt wurde.
Wenn mir jemand Anfang des Jahres gesagt hätte, wie dieses Laufjahr endet, hätte ich vermutlich gelacht, die Laufschuhe fester geschnürt – und mir vorsorglich das Eisspray für die Plantarfaszie bereitgelegt.
Spoiler: Es wurde intensiv. Emotional. Und ziemlich abwechslungsreich.
Hier kommt mein läuferischer Jahresrückblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit viel Herz, Schweiß und einer ordentlichen Portion Selbstironie.
Tokyo, Baby! – Der große Major-Moment
2.3.2025 – Tokyo Marathon
Tokyo war nicht nur irgendein Marathon – er war der sechste Stern.
Mit dem Zieleinlauf habe ich meine 6-Star World Marathon Majors komplettiert. Sechs Sterne, sechs Städte, unzählige Kilometer, Gänsehaut pur.
Ein Gefühl irgendwo zwischen japanischer Zurückhaltung, perfekt organisierter Lauf-Logistik und einem Ausflug mit Freunden ans andere Ende der Welt.
Bestzeiten, Bahnmarathon & persönliche Highlights
Der Frühling hatte es läuferisch wirklich in sich:
· 6.4. – ADAC Halbmarathon Hannover:
Neue Halbmarathon-Bestzeit. Manchmal läuft’s einfach. Und manchmal weiß man nicht mal genau warum. Hier der Link zum Beitrag.
· 27.4. – Bahnmarathon-Support für Kathi:
Kein eigener Wettkampf, aber ein echtes Herzensding. Anfeuern, mitlaufen, mitleiden – und unfassbar stolz sein.
· 4.5. – Wings for Life World Run:
Neuer persönlicher Streckenrekord. Ich und das Catcher Car haben über die Jahre offenbar eine sehr spezielle Beziehung entwickelt.
Zwischen Großstadtlichtern, Hafenluft und Watt im Schuh
· 29.6. – Hella Hamburg Halbmarathon:
Mein absoluter Lieblings-Halbmarathon. Heimspiel, Stimmung, Strecke – Hamburg, du hast mein Läuferherz endgültig übernommen. Warum das so ist, könnt ihr hier lesen.
· 26.7. – adidas Runners City Night, Berlin (10 km):
Wie immer ein Highlight: 10 Kilometer durch das abendliche Berlin, den Ku’damm hoch und runter, volle Straßen, Lichter, Tempo und richtig viel Spaß. Ein Lauf, der jedes Mal liefert – laut, schnell und mit ganz viel Großstadtgefühl.
· 31.8. – Red Bull Wattlauf, Cuxhaven:
Mein persönliches Jahreshighlight. Laufen im Watt. Gegen Wind. Gegen Schlick. Gegen jede Form von Eleganz.
Noch nie habe ich mich beim Laufen so dreckig und nass – und gleichzeitig so lebendig – gefühlt. Ein komplett neues Laufgefühl und ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergesse. Dieser Lauf ist jetzt eine “Pflicht”veranstaltung für mich. Warum? Lies hier nach.
Zwei Halbmarathons, zwei Extreme: Genusslauf & Krisenmodus
28.09. – Tegernsee Halbmarathon
Tempo raus, Erwartungen auch. Verletzungsbedingt wurde der Halbmarathon bewusst als Genuss- und Trainingslauf angegangen. Kein Druck, kein Zeitstress – dafür Panorama, Herbststimmung und die Erinnerung daran, dass Laufen auch leise und dankbar sein darf.
12.10. – München Halbmarathon
Selten ging es mir bei einem Lauf so schlecht. Körperlich und mental war absoluter Krisenmodus.
Aber: neue Strecke, neuer Veranstalter, unfassbar viel Stimmung. Was man alles bewirken kann, wenn man alte Muster überdenkt.
Athen – würdiger, qualvoller Abschluss
9.11. – Athen Marathon
Jahresabschluss. Und was für einer.
Der Athen-Marathon ist nichts für schwache Nerven, Beine oder Egos. Eine große Qual – aber auch ein großes Erlebnis. Und irgendwie genau der richtige Schlusspunkt für dieses Jahr. Meinen letzten Race-Bericht aus 2025 könnt ihr hier lesen.
Zwischen Verletzung, Umzug & Neuanfang
Was dieses Jahr aber genauso geprägt hat wie Wettkämpfe:
· Anriss der Plantarfaszie → Zwangspause. Lernen, nicht zu laufen. Spoiler: Ich bin darin richtig schlecht.
· Fokus auf Krafttraining, Geduld, Physio und Hoffnung.
· Eine neue Coachin.
· Zum Jahresende: vorsichtiger Wiedereinstieg ins Laufen.
Und dann war da noch mein Umzug nach Hamburg – inklusive der emotionalen Übergabe meiner Münchner Laufgruppe Sunrise Striders an meine Freundinnen Kathi, Alex und Conny.
Loslassen ist manchmal härter als ein Marathon bei 30 Grad.
Fazit
Dieses Laufjahr war kein klassisches „höher, schneller, weiter“.
Es war ein Jahr voller Kontraste: große Ziele, neue Erfahrungen, Rückschläge und Dankbarkeit.
Und genau deshalb war es ein gutes Laufjahr - Danke 2025.
Jetzt freue ich mich auf einen vorsichtigen Neustart – mit Freude, Respekt vor dem Körper und großer Lust auf viele neue Laufgeschichten UND viele neue und alte Gesichter, die meine Leidenschaft noch unvergesslicher machen.

